Raku ist der Begriff für eine alte japanische Brenntechnik, die in den letzten Jahrzehnten von den USA ausgehend als Alternative zu dem hartgebrannten Steinzeug bis zu seiner heutigen Anwendungstechnik entwickelt wurde.

Voraussetzung für Raku ist ein Ton, der gut mit extremen Temperaturschwankungen zurechtkommt, bei niedrigen Temperaturen schmelzende Glasuren und ein gasbefeuerter Ofen, der einen trockenen Platz im Freien hat.

Nachdem die glasierte Keramik bei ca. 950°C gebrannt wurde, wird sie nun glühndheiß mit einer Zange aus dem Ofen genommen und danach in einen mit Sägespänen, Laub u Ä. gefüllten Topf gegeben. Nachdem sich die Späne durch die glühende Keramik entzündet hat, wird der Topf mit einem Deckel verschlossen, einige Zeit geräuchert und danach mit Wasser abgekühlt und gereinigt.

Durch die Verbrennung unter Luftabschluss werden unglasierte Stellen und Risse in der Glasur (Craqueleenetz) schwarz eingefärbt. Metallhaltige Glasuren werden reduziert und es ergibt sich ein immer wieder neues und faszinierendes Farbspiel.